Derik Baegert

Unter flämischem, westfälischem und rheinischem Einfluss entwickelte er seinen ganz eigenen Stil von außerordentlicher Qualität. Seine Werke zeichnen sich durch einen hohen Detailreichtum in der Malerei aus. Sein Markenzeichen ist die Einarbeitung eines Selbstportraits in seine Werke.

Neben dem Gerichtsbild mit dem Titel "Eidesleistung" (1493/94), das bis heute in Besitz der Stadt Wesel ist, schuf er einige der größten Tafelaltäre Nordwestdeutschlands. Hierzu gehören die Hochaltäre der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Mathenakirche in Wesel, von denen Fragmente in der Sammlung Thyssen-Bornemisza erhalten sind, der Altar der Propsteikirche in Dortmund, sowie unzählige weitere Tafelbilder, die zu großen Teilen im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster zu besichtigen sind.

Seit 1467 ist Derik Baegert in Wesel mit einem eigenen Haushalt nachzuweisen. Er wohnte damals in der Torfstraße, gegenüber dem Augustinerkloster. 27 Jahre später besaß er ein Haus auf Breiten Brückstraße - in einer der angesehensten Wohngegenden der Weseler Altstadt. Seinen Lebensabend verbrachte er seit spätestens 1496 in der Vorstadt Mathena, wo er auf der Hohen Straße ein Haus in bester Lage besaß.

Verheiratet war Baegert mit einer Frau namens Christina. Aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor, Johan und Henrike. Ein letztes Lebenszeichen von Derik Baegert gibt es aus dem Jahre 1509, als er rückständige Zinsen an das Weseler Leprosenhaus zahlte.

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