Eva Brinkman

Sie hat in Wesel vor allem mit ihren Bauplastiken in den Jahren des schnellen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg an zahlreichen Gebäuden einen gestalterischen Akzent gesetzt. In jener Zeit entstanden das „Stifterrelief", das sogenannte „Gnadenseil" sowie die überlebensgroße Skulptur „Trauernde Vesalia", die auf dem Kommunalfriedhof an die Kriegsopfer Wesels und die Zerstörung der Stadt erinnert. Für den wieder aufgebauten Willibrordi-Dom gestaltete Eva Brinkman die bronzenen Türgriffe mit biblischen Figuren.

Die Künstlerin kam am 12. Oktober 1896 in Wesel zur Welt. Um eine fundierte künstlerische Ausbildung zu erlangen, studierte sie in den Jahren von 1914 bis 1918 in den Malklassen der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule. Auf der Holzschnittschule Warmbrunn in Schlesien, die sie ab 1920 besuchte, entdeckte Eva Brinkman ihr bildhauerisches Talent. Ihr künstlerisches Ausdrucksmittel war eine radikale, gleichwohl behutsame Reduzierung auf die wesentliche Form. Die 1928 in Berlin und 1929 in Paris entstandenen Tuschpinsel-Zeichnungen zeigen Eva Brinkman als Zeichnerin auf der Höhe ihrer Zeit. Eva Brinkmans starb am 12. Dezember 1977 in ihrem Heimatort.

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