Hermann L. Blankenburg

Doch als einziger Sohn sollte er den väterlichen Hof übernehmen, besuchte aber stattdessen eine Musikschule, ging zum Militär und wurde Militärmusiker. Nach zwei Jahren schied er freiwillig aus und trat darauf in das städtische Orchester Barmen-Elberfeld ein, betätigte sich beim Philharmonischen Orchester in Dortmund sowie im Städtischen Orchester in Duisburg. Hier komponierte er seinen ersten Marsch.

Im Jahr 1906 gelang Blankenburg der Durchbruch als er sich mit seinem Marsch „Abschied der Gladiatoren" an einem Wettbewerb eines renommierten englischen Musikverlages beteiligte und den ersten Preis gewann. Dieser Titel wurde weltberühmt und wird noch heute beim traditionellen Wachwechsel vor dem Buckingham Palace in London gespielt.

Dieser erste internationale Erfolg verhalf Blankenburg auch in Deutschland zum künstlerischen Durchbruch und spornte den Musiker an, weitere Märsche zu komponieren. In der Folge entstanden über 1200 Stücke, von denen er einige seiner Heimat widmete.

Der aus Thüringen stammende Musiker ließ sich von 1914 bis zu seinem Tod 1956 in Wesel als freischaffender Musiker und Musikalienhändler nieder und ging als „Marschkönig“ in die Geschichte ein. Seit 1932 wohnte er in seinem Haus in der Straße, die heute seinen Namen trägt und in der sein Denkmal steht. Er starb am 15. Mai 1956 in Wesel.

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