Peter Minuit

Nach dem Tod seines Vaters 1609 übernahm Minuit den Hausstand und das Geschäft des verstorbenen Vaters. Außerdem war er Diakon am Willibrordi-Dom. Am 20. August 1613 heiratete er Gertrud Raedts aus Cleve. In Wesel war Peter Minuit ein angesehener Mann. Er wurde wiederholt zum Vormund bestellt und hat sich nachhaltig für seine Mündel eingesetzt. Zudem ließ er den Armen der Stadt materielle Hilfe zukommen, denn in der Zeit spanischer Besatzung (1614-1619) herrschte in Wesel bittere Not.

Vermutlich im Jahre 1624 verließ Minuit Wesel. Bereits 1625 wurde er einer der Direktoren der Niederländischen Westindischen Kompanie in Amsterdam und noch im selben Jahr erkoren die Leiter der Companie ihn zum Generaldirektor von Neu-Niederland.

Am 9. Januar 1626 machte er sich nach Nordamerika auf, welches er Ende April erreichte. Bald darauf sprach eine Abordnung von Indianern bei ihm vor und fragte, ob er gedächte, den Indianern das Land gewaltsam zu nehmen oder aber dafür zu bezahlen. Minuit vereinbarte einen Verhandlungstermin, an dem über die Höhe des Kaufpreises verhandelt werden solle. Man einigte sich schließlich auf einige spanische Goldgulden, Glasperlen und Stoffballen (zusammen ein Wert von etwa 60 Gulden) und der Vertrag wurde unterzeichnet. Auf diesem gekauften Boden gründete er 1626 die Siedlung Nieuw Amsterdam, das heutige Manhattan (New York).

Für den Kauf gibt es heute allerdings keine aussagekräftigen Belege. Alles beruht auf Hörensagen, mitgeteilt in einem Brief. Darin schreibt Peter Schaghen, Vertreter der Niederländischen Westindien-Kompanie in Amsterdam, im November 1626 an seinen Vorgesetzten über die Siedler in Neu-Holland: "Sie haben die Insel Manhattan von den Indianern für Waren in einem Wert von 60 Gulden gekauft."

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